Der Blower- Door-Test

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Blower Door Test Energiesparendes Bauen und Sanieren setzt vor allem die Senkung der Lüftungswärmeverluste voraus. Durch eine Luftdichtigkeitsprüfung können Undichtigkeiten in der Gebäudehülle exakt festgestellt werden. Mit mehr Wärmedämmung erreicht man eine Reduktion des Transmissions- Wärmeverlustes, d.h. der Wärmeableitung durch Dach und Wand (U-Wert). Doch das genügt nicht. Auch die Luftdichtigkeit muss gewährleistet sein. Als Luftdichtigkeitsschicht wird meistens eine Dampfbremse aus einer begrenzt diffusionsfähigen PE-Folie, einem Kraftpapier oder Grobspanplatten (OSB) eingesetzt. Diese werden immer auf der warmen Innenseite der Wärmedämmung angeordnet und müssen zwingend luftdicht eingebaut werden.

Durch eine Luftdichtigkeitsprüfung können ungewollte Undichtigkeiten in der Gebäudehülle exakt festgestellt werden.

Bauschäden durch Tauwasser

Warme und feuchte Raumluft dringt durch Lecks (Konvektion) in der Luftdichtigkeitsschicht in die Wärmedämmung und in die Holzkonstruktion ein. Sie trifft dort auf kalte Außenluft und kühlt ab. Dabei bildet sich Tauwasser. Nasse Dämmstoffe verschlechtern massiv den U-Wert, nasse Holzteile werden von Holzfäulepilzen (z. b. Hausschwamm) befallen und verrotten. Die Reparatur solcher Bauschäden ist sehr zeitaufwendig und kostenintensiv! Die Wasserdampfmenge, die durch Fehler in der Luftdichtigkeitsschicht unkontrolliert in kalte Bauteile gelangen kann, beträgt bei einem 4- bis 5-köpfigen Haushalt ungefähr 10 Liter pro Tag. Damit wird deutlich, dass der luftdichte Einbau einer Dampfbremse zwingend erforderlich ist.

Forderung für eine luftdichte Gebäudehülle

Eine luftdichte Gebäudehülle erfordert keine neuen Materialien oder Bautechniken, sondern eine sorgfältige Planung der Gebäudehüllfläche (Luftdichtungshülle) einschl. aller anfallenden Bauteilanschlüsse, sowie eine qualitativ hochwertige Ausführung und die Kontrolle durch eine Blower-Door-Messung.

DIE WICHTIGSTEN ASPEKTE DER PRÜFÜNG SIND:

  • Vermeidung von Schimmelpilzsporen und radioaktivem Radon belasteter Luft
  • Vermeidung staubbelasteter Luft aus Dämmstoffen
  • Vermeidung von Bauschäden
  • Schallschutz gegen Außenlärm
  • Einhaltung des Niedrigenergie bzw. Passivhaus- Standards
Gebäude ohne Luftungsanlage: Luftwechsel
Gebäude mit Luftungsanlage: Luftwechsel
Passivhausanforderung: Luftwechsel

Messablauf eines Blower-Door-Tests

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Im Gebäudeinneren wird mit Hilfe eines drehzahlgeregelten Ventilators, der in einen Tür- oder Fensterrahmen eingebaut wird, eine definierte Druckdifferenz (50 Pa) zur Außenluft erzeugt. Dies entspricht dem Druckunterschied durch einen Winddruck bei einer Windgeschwindigkeit von 9 m/s (etwa Windstärke 5 oder einer 5 mm hohen Wassersäule auf einen Quadratmeter Gebäudehüllfläche). Unter diesen Messbedingungen können eventuell vorhandene Leckagen während des Messvorgangs sofort geortet werden. Meist ist es möglich, durch Zugluftempfindlichkeit an den Fingern (Hand wird vor Leckagefläche gehalten) bzw. mit einem Luftgeschwindigkeits messgerät (Thermoanemometer) die Leckagen zu lokalisieren.

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